SYDNEY

Nach dieser schlaflosen Nacht in Tasmanien gelang es mir, eine halbe Stunde im Flieger zu schlafen – und das trotz Koffeinzucker├╝berdosis durch McDonaldsKaffee. Meine nette Sitznachbarin half mir am Airport angekommen mit dem Bahnsystem, sodass ich NICHT in die komplett falsche Richtung fuhr. Doch da ich mir beim Umsteigen nicht sicher war, lief ich die 3km zu meinem Hostel am Kings Cross einfach. Man macht ja sonst keinen Sport. Auch die Temperatur war sehr anders zu Tassie. Es war hei├č und schw├╝l.

Im Hostel angekommen durfte ich mich duschen, was nach einer Nacht im Megges auch dringend n├Âtig war! Ich entdeckte, dass mit einem durchn├Ąssten Kleid die Hitze gleich viel ertr├Ąglicher wurde. Ich lief durch die Botanischen G├Ąrten zum Opera House, wo ich auf Schwede2 aus Airlie Beach wartete. Es ist verr├╝ckt, wie viele Leute man wieder trifft.

Wir erkundeten die Stadt und Darling Harbour. Dabei legten wir knapp 40000 Schritte zur├╝ck. Nicht schlecht. Erst als wir bei Domino’s sa├čen und die gute 6 Dollar Pizza genossen, brach meine M├╝digkeit durch. Ich nahm ein Uber zur├╝ck zu meinem Hostel, da Kings Cross nicht die beste Gegend Sydney ist, vergleichbar mit der Reeperbahn in Deutschland. Gott sei dank k├Ânnte ich auch noch um 22 Uhr einchecken, denn sonst h├Ątte ich vor einem echten Problem gestanden. Nachdem ich auch meinen gespr├Ąchigen Roommate zum Schweigen gebracht hatte, stand meinem Schlaf nichts mehr im Wege.

Am n├Ąchsten Morgen wollte ich in die Blue Mountains fahren. Da E, der Schwede, nichts vorhatte, kam er mit. Da nahm das Desaster seinen Lauf. Wir folgten den Anweisungen von Google Maps (Fehler Nummer 1) und kamen somit an einem komplett falschen Punkt raus. Im Nationalpark versuchten wir, einen der Aussichtspunkte zu erwischen … aber keine Chance. Wir verliefen uns hoffnungslos. Au├čer verschiedenen Pools sahen wir nichts. Nach 2 Stunden kapitulierten wir frustriert. Denn neben der Orientierungslosigkeit war die Luft auch sehr feucht, sodass man nach kurzer Zeit klitschnass geschwitzt war. Der leichte Nieselregen tat das ├╝brigens zu einem sehr ekligen Gef├╝hl.

Diese Pleite feierten wir mit Sushiund einer sehr langen Naptime. Kurz vor Ladenchluss kauften wir noch Verpflegung und Alkohol f├╝r NYE. Denn wir wollten das Feuerwerk vom Mrs Maquaries Point aus sehen, einem der wenigen freien Orten mit Blick auf Harbour Bridge und Opera House.

Dieser Plan bedeutete sehr fr├╝hes Aufstehen. Wir waren n├Ąmlich nicht die Einzigen, die auf den Point gekommen waren. Also stand ich ab 8 Uhr 30 in der Schlange und war damit noch lange nicht die erste. Manche hatten seit dem Vortag gecampt. Mein Mitbewohner schaffte es, sich ziemlich weit vorzudr├Ąngen, sodass wir mit Ks Freunden einen guten Spot ergatterten.C stie├č auch noch dazu, ebenso wie E. Dann hie├č es warten… und warten … und warten. Doch mit selbstmitgebrachtem Essen und Alkohol (an dieser Stelle gehen nochmal Gr├╝├če raus an E, der sowohl Alkohol als auch Glasflaschen reingeschmuggelt hatte) war es ein angenehmes Warten. Nur die Aber Beschallung hat zum Festivalfeeling gefehlt. Allein das Kinderfeuerwerk um 21 Uhr war so grandios, dass alles Warten sich gelohnt hatte. Das Mitternachtsfeuerwerk war einfach unbeschreiblich. Ich werde dieses Silvester NIE vergessen.

Der erste Tag des neuen Jahres wurde standesgem├Ą├č verschwendet. Immerhin braucht man auch Zeit, um den Kater zu pflegen. Abends gingen E und ich in die Opera Bar, wo wir uns ganz untypisch f├╝r Backpacker ein Dinner g├Ânnten. Diese Geschmacksexplosion war es definitiv wert.

Am n├Ąchsten Morgen stand erstmal W├Ąsche waschen an. Irgendwie roch sie danach immer noch komisch, aber man darf nicht zu pingelig (oder ├╝berhaupt pingelig) sein. Danach traf ich mich wieder mit C, um endlich nach Bondi Beach zu fahren. Leider war das Wetter nicht strandtauglich, sodass wir nur den Bondi to Cougee Walk machten. W├Ąhrend dieses 3 Stunden Spaziergangs kamen wir an so vielen sch├Ânen Str├Ąnden vorbei. Es war der Hammer.

C zeigte mir noch ihr Aupair-Zuhause, bevor es endg├╝ltige Abschiednehmen hie├č. Morgen w├╝rde ich Australien verlassen. Knappe 6 Wochen, pr├Ągende 6 Wochen gingen zu Ende. Das war zu viel. Kurz nachdem ich die F├Ąhre von Balmain zum Opera House genommen hatte, musste ich weinen. Australien im allgemeinen und Sydney im besonderen beinhalten so viele Erinnerungen. Hier war ich definitiv nicht zum letzten Mal!

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