TASMANIEN

Abends kam ich in Hobart am Flughafen an. Obwohl es ein “International Airport” war, gab es nichts dort. Komplett aus gestorben. Das fiel mir auch auf, als wir mit dem Shuttle nach Hobart City gebracht wurden. Es war so gut wie nichts los. Das Mädchen, das mit mir im Shuttle war, ging zufälligerweise ins gleiche Hostel. Nachdem wir eincheckten und unsere Zimmer bezogen, wollte ich mich mit C treffen. Auf der Straße sah ich einen süßen Hund, den ich erstmal streicheln MUSSTE. Da durch kam ich mit dem Besitzer ins Gespräch. Wir gingen zusammen zu Cs Hostel – dachten wir zumindest. Durch ein Missverständnis liefen wir in die exakt falsche Richtung. Aber dank Google Maps fand ich doch noch zu ihr. Gemeinsam wollten wir das “Nachtleben” in Hobart erkunden, sodass wir in einem ziemlich schicken Restaurant einen Cider tranken. Dort empfahlen uns die Barkeeper einen Pub, in den wir nach Läden Schluss gingen. Es wurde noch ein lustiger Abend, sodass wir gegen halb 3 Uhr morgens angeschickert ins Bett fielen.

Doch am nächsten Morgen konnten wir nicht lange ausschlafen, da wir den Mount Wellington erklimmen wollten. Gemeinsam mit der Tschechin N fuhren wir mit dem Bus zum Berg, bevor es auf einen steilen, 3-stündigen Walk ging. Völlig außer Puste, verschwitzt, ausgehen ausgehungert und dehydriert kamen wir oben an. Die Aussicht entschädigte jedoch für alle Strapazen.

Zurück in Hobart aßen wir etwas beim Asiaten und besuchten einen kleinen Foodmarket, der zufällig stattfand. Dort lief ich erneut dem Hundebesitzer über den Weg – diesmal ohne Hund. Carina fiel danach erstmal k.o. ins Bett, während N und ich noch etwas am Hafen saßen. Dort entdeckten wir auch, wie zwei Damen einen Weihnachtsbaum am Mast eines Bootes befestigten.

Nachdem C wach wurde, kochten wir einen  gemeinsames Donnerstag aus Cs Resten. Das war ein gelungener Abschluss für diesen schönen Tag, da wir lange gemeinsam redeten (und Wein tranken).

Trotzdem klingelte mein Wecker wieder um 6 Uhr morgens, denn die 5 tägige Tasmanien Tour startete. Unser Tourguide Kate legte schon um diese unchristliche Zeit eine Motivation an den Tag, dass man sich nur auf die (beinahe) Woche freuen konnte. Unser erstes Ziel war der Mount Field National Park. Gott sei dank hatte ich eine kurzen Hose im Rucksack eingepackt, da es sehr warm wurde. Der Park war unfassbar, besonders die Wasserfall waren atemberaubend.

Bevor es in die Unterkunft ging, hielten wir in für Einkäufe in einem Kaff an. Dort waren wir erstmal gefangen, da wir mitten in die Heiligabend Parade reingeplatzt waren. Also warteten wir begeistert mit dem Rest auf die geschmückten Autos. Man hatte sich wirklich nicht lumpen lassen!

Nach dem vielen Wandern kamen wir geplättet in unserer ersten Unterkunft in Strahan – einem Haus komplett für uns. Und der Höhepunkt des Luxus war unser Zimmer, denn C ergatterte das einzige 2er Zimmer. Dort schmückten wir unseren Weihnachtsbaum und riefen unsere Liebsten an – immerhin war Heilig Abend.

Christmas Day starteten wir mit einer langen Wanderung zu einem weiteren Wasserfall. Leider machte sich der Muskelkater vom Mount Wellington bemerkbar, sodass C und ich über jede Pause froh waren. Aber der weite Weg hatte sich mal wieder gelohnt.

Als nächstes auf dem Programm stand Freizeit am Strand. An Weihnachten. Wow. Das Wetter war bombastisch, nur leider kam das Meer direkt von der Antarktis. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie kalt das war.

In der Zwischenzeit kochte unser Guides uns ein riesiges Weihnachtsfestmahl. Als wir da alle am Tisch saßen, unsere Knallbonbons öffneten und der Wein floss, genau dann fühlte es sich nach Weihnachten an. 

Auch am dritten Tag war wandern angesagt. Leider spielte das Wetter diesmal nicht ganz so mit, sodass wir unsere feschen Ponchos auspacken mussten. Aber trotz des grauen Himmels zeigte sich die Natur von ihrer schönen Seite – alles grünte.

Leider sahen wir bei diesem Wetter keine wilden Wombats. Aber wir sahen sehr viel Wombatkot, was auch etwas ist.

Abends machten C und ich noch einen Spaziergang in dem Städtchen unseres Hostels. Dort sahen wir neben dem schönsten Sonnenuntergang auch noch wilde Pfaue. Australien, du bist verrückt!

Die Nacht im Hostel war ziemlich hart. Wir hatten eine ältere Schweizerin in unserem Zimmer. Sie schnarcht so unfassbar laut, dass man sie durch Musik auf voller Lautstärke durchhörte. Um 5 Uhr morgens rastet C aus, schrie sie an, packte ihre Decke und legte sich auf die Couch vor der Rezeption.

Am Morgen waren wir dementsprechend gerädert. Auch die vielen Busfahrten halfen wenig dabei, unser Schlafdefizit auszugleichen. Doch es gab einiges faszinierendes zu sehen. Zuerst ein Blasloch, welches als Slow motion Video noch wesentlich beeindruckender wirkt.

Danach ging es zum Wineglass Bay, einem weiteren Highlight der Tour. Leider war kein Badewetter, aber den Ausblick genossen wir trotzdem.

Den letzten Vormittag verbrachten wir im Port Arthur, einem ehemaligen Gefängnis. Es war sehr interessant. Doch leider war das Wetter so unfassbar bewölkt und regnerisch, dass beim Boatcruise nicht mal der Führer wusste, wo wir waren. Das war nicht das Tasmanien der letzten Tage. Aber anscheinend haben sie dort über 250 Regentage, uff.

Nachmittags ging es in den Unzoo, wo Tiere frei herumlaufen können. Wir sahen Tasmanian Devils, Kängurus, Wallabies, Echidnas und viele mehr. Sogar ein schwangeres Känguru sprang uns über den Weg.

 


Und dann war die Tour auch schon wieder vorbei. Es ging sehr schnell, sodass einem kaum Gelegenheit blieb, sich von allen zu verabschieden. Wir sahen so vieles von Tasmanien. Ich kann jedem nur wärmsten ans Herz legen, hier mal herzukommen. Ihr werdet es nicht bereuen!

Mein letzter Abend in Tasmanien war eine Enttäuschung. Da jedes Hostel eine 2 Nächte Mindestuafenthalt Regel hatte, wurde es mal wieder eine schlaflose Nacht im McDonalds, da die Mitarbeiter anscheinend jeden schlafenden Gast wecken müssen. Davor gingen C und ich noch zu The Taster of Tasmania, einem Event in Hobart. Danach gammelten wir so lange bei C im Hostel, bis ich quasi rausgeschmissen wurde. 

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